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Landesskimuseum: Die Suche nach einem neuen Standort stockt
Das FIS-Landesskimuseum in Werfenweng muss spätestens 2030 aus seinem Gebäude ausziehen. Werfenweng und Bischofshofen haben sich um das Museum beworben. Laut Salzburger Nachrichten ist die Standortsuche inzwischen eingeschlafen.
Seit mehr als 30 Jahren gibt es das Salzburger FIS-Landesskimuseum in Werfenweng. Gegründet hat es Hans Müller, gezeigt werden mehr als 1.500 Ausstellungsstücke. Wie es mit dem Museum weitergeht, ist aber offen.
Spätestens 2030 ist Schluss
Laut den Salzburger Nachrichten (Mai 2026) kann das Museum spätestens bis 2030 an seinem jetzigen Standort bleiben. Der Vermieter, ein Hotelbetrieb, will die Immobilie danach selbst nutzen. Museumsverein und Land Salzburg suchen schon seit 2022 nach einer Lösung. Zeitweise hatten sich drei Gemeinden für das Museum interessiert. Inzwischen ist die Angelegenheit laut SN aber eingeschlafen, und die Zeitung stellt sogar die Frage, ob dem Museum das Aus droht.
Rückblick: Werfenweng gegen Bischofshofen
Im Mai 2025 hatte der ORF Salzburg über zwei konkrete Bewerbungen beim Land berichtet:
- Werfenweng wollte das Museum unbedingt behalten. Bürgermeister Kurt Daxer (ÖVP) verwies darauf, dass das Museum im Ort gegründet und von der Gemeinde über Jahre unterstützt wurde. Eine steirische Investorengruppe, die mehrere Hotels im Ort betreibt, hatte eine Million Euro zugesagt, allerdings nur, wenn das Museum in Werfenweng bleibt. Mit dem Geld sollte das alte Mesnerhaus, in dem das Dialogzentrum untergebracht ist, in den Berg hinein erweitert werden. Auf Landesförderung wäre man trotzdem angewiesen. Das Grundproblem: Das Museum wurde damals auf einem Grundstück im Baurecht errichtet, nicht auf eigenem Grund.
- Bischofshofen plante einen Zubau zum Besucherzentrum der Paul-Außerleitner-Schanze. Manfred Schützenhofer vom Sportclub Bischofshofen verwies auf 60.000 bis 70.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr an der Schanze, also ein skibegeistertes Publikum. Eine „feindliche Übernahme“ sei das nicht, betonte er: Der erste Kontakt sei aus Werfenweng gekommen.
Museumsgründer Hans Müller äußerte sich damals neutral zum Standort. Ihm gehe es darum, dass das Museum für die nächsten 30 Jahre gesichert ist. Das Land wollte ursprünglich bis Ende Juni 2025 entscheiden. Ein Jahr später ist laut SN noch immer keine Lösung in Sicht.